Informatik Studium mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik

Du interessierst dich für Informatik und möchtest dir gleichzeitig Wissen rund um die Betriebswirtschaft aufbauen? Mit einem Informatik Studiengang, der die Möglichkeit bietet, einen Schwerpunkt auf das Thema Wirtschaftsinformatik zu legen, kannst du genau das machen. Wir informieren dich hier über diese Alternative zum reinen Wirtschaftsinformatik Studium und verraten dir Studieninhalte, welche Voraussetzungen du mitbringen musst und welche Karrierewege du damit einschlagen kannst.

Informatik begegnet uns im Alltag überall: Beim Telefonieren, bei der Arbeit, beim Computer spielen, beim Online-Shopping … Die Liste ist endlos. Informatiker werden also fast in jeder Branche gebraucht. Des Weiteren basieren viele betriebliche Prozesse auf Informationstechnologie – ohne IT läuft fast nichts!

Unternehmen brauchen deshalb Experten, die zum Beispiel eine passende Software programmieren, Betriebssysteme warten und Projekte von der IT-Seite her betreuen können. Mit einem Studium im Bereich Informatik kannst du dich also für eine zukunftsträchtige Karriere qualifizieren. Wenn du in deinem Studium gleichzeitig auch noch wertvolles wirtschaftliches Fachwissen erwirbst, hast du auf dem Arbeitsmarkt sehr gute Chancen.

Wusstest du, dass...

... Bill Gates 1981 sagte: „Ein RAM-Speicher von 640 Kilobyte sollte auch in Zukunft für jedermann ausreichend sein.“

... täglich bis zu 30.000 Websites gehackt werden?

... es in China Entzugskliniken für Internet-Süchtige gibt?

... 2005 zum Unterhalt von Servern 0,8% der gesamten Energieproduktion der Welt benötigt wurde?

Studium Informatik mit Wirtschaftsinformatik

Alle Infos!

Studieninhalte

Gruppe Studenten vor PCs.

Die meisten Bachelorstudiengänge Informatik ermöglichen die Wahl von bestimmten Schwerpunkten. So ist es möglich, sich in einem allgemeinen Informatik Studium auch explizit in der Wirtschaftsinformatik fit zu machen.   Folgende Themen findest du in einem typischen Informatik Studienplan:

  • Programmierung
  • Soft Engineering
  • IT-Technologien
  • Computernetze
  • Betriebssysteme
  • Datenbanken
  • IT-Sicherheit
  • IT-Anwendungen  

All diese Themen können sowohl allgemein gelehrt werden als auch mit konkretem Bezug auf die Anforderungen von wirtschaftlichen Unternehmen. Mit einer wirtschaftsinformatischen Vertiefung kommen noch Inhalte dazu, die für Betriebe besonders relevant sind, z. B.:  

  • Grundlagen der BWL
  • Informations- und Qualitätsmanagement
  • Supply Chain Management
  • Data Mining
  • Date Warehousing
  • Prozessmanagement
  • Datenschutz
  • Projektmanagement  

Selbstverständlich ist jeder Studiengang etwas anders aufgebaut. Um herauszufinden, ob ein Studium zu dir passt, bleibt dir nichts anderes übrig, als die Studienverlaufspläne der einzelnen Hochschulen miteinander zu vergleichen. Nur so kannst du sicher sein, dass du am Ende das studierst, was am besten zu dir passt. 

Voraussetzungen

Studenten schreiben eine Klausur.

Um einen Bachelor in Informatik (mit oder ohne Wirtschaftsschwerpunkt) machen zu können, brauchst du das Abitur oder Fachabitur.

Numerus Clausus (NC)

Manche Hochschulen begrenzen die Zulassung zum Studium durch einen NC. Eine Auswahlgrenze kommt immer dann zum Tragen, wenn es mehr Bewerber als Studienplätze gibt. Außerdem werden die Noten aus den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch und naturwissenschaftlichen Fächern, wie Physik, Chemie, Biologie oder Informatik bei manchen Hochschulen stärker gewertet als Fächer, die für dieses Studium weniger relevant sind. So ergibt sich aus der Kombination von Durchschnittsnote und den Noten in einzelnen Fächern eine Punktzahl, die wiederum zur Zulassung berechtigt oder eben nicht. Viele Informatik Studiengänge sind aber auch zulassungsfrei. Damit du eine Vorstellung davon hast, wie hoch der NC in der Informatik ist, führen wir dir hier einige Beispiel der letzten Semester auf:

Du möchtest mehr über Durchschnittsnoten und Wartesemester wissen? Unter NC für Wirtschaftsinformatik erklären wir dir alles Wichtige nochmal ausführlich.

Dauer und Verlauf

Viele Informatik/Wirtschaftsinformatik Bachelor dauern sieben Semester, vor allem, wenn ein verpflichtendes Praxissemester ansteht. Andere Studiengänge wiederum dauern nur sechs Semester.   Im Verlauf des Studiums werden alle wichtigen Inhalte rund um Informatik und Wirtschaftsinformatik vermittelt: Angefangen von den Grundlagen bis später hin zu den weitaus spezifischeren Themen. Man kann also von einem Grundstudium und einem Hauptstudium sprechen.

Praxissemester

Im fünften Semester steht häufig die praktische Anwendung im Mittelpunkt. Du gehst also entweder für ein Praktikum in einen Betrieb oder bearbeitest ein Projekt an der Hochschule eigenständig. Wie lange das Praktikum geht, hängt von den Vorgaben der Hochschule ab und kann sowohl sechs Wochen als auch mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit ist die letzte zu erbringende Leistung. Hast du sie abgegeben, erwirbst du den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.) und qualifizierst dich damit für den Einstieg in das Berufsleben oder einen weiterführenden Master.

Studienformen

Wer Informatik nicht als „normales“ Vollzeitstudium studieren möchte, hat noch weitere Optionen. Viele Unternehmen bieten mit einem dualen Informatik/ Wirtschaftsinformatik Studium die Möglichkeit, sich im Unternehmen perfekt ausbilden zu lassen und parallel einen Bachelorabschluss zu erwerben.

Wenn ein duales Studium für dich interessant klingt, solltest du einen Blick in unsere Rubrik Duales Studium Wirtschaftsinformatik werfen oder dich auf dem Portal Wegweiser-Duales-Studium.de mal umsehen. Hier bekommst du sehr ausführliche Infos zum Thema Duales Informatik Studium.

Studieninhalte

Frau lernt mit einem Tablet.

Ein Master in Informatik baut auf dem im Bachelor erworbenen Fachwissen auf, vertieft dieses und ergänzt es um weitere, wesentlich spezifischere Themen. So gibt es häufig auch die Möglichkeit, Module zu Wirtschaftsinformatik zu belegen und somit das eigene Kompetenzprofil zu schärfen und sich für Positionen in wirtschaftlichen Unternehmen zu qualifizieren. Inhalte, die in einem Master im Bereich Informatik und Wirtschaftsinformatik vermittelt werden, sind z.B.:  

  • Algorithmenanalyse
  • Softwareentwicklung
  • Kryptographie
  • Künstliche Intelligenz
  • Datenbanktechnologien
  • IT-Sicherheit
  • IT-Management
  • Supply Chain Management
  • Business Intelligence
  • IT-Governance  

Welche Themen eine besondere Gewichtung erfahren, ist natürlich von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Außerdem handelt es sich hier nicht um eine vollständige Darstellung von Studieninhalten. Um für dich den besten Informatik Masterstudiengang zu finden, solltest du dir die Studienverlaufspläne einzelner Hochschulen ansehen und miteinander vergleichen.

Voraussetzungen

Für einen Masterstudienplatz für Informatik musst du  einen Bachelorabschluss in Informatik oder einem  artverwandten Fach nachweisen. Bei einigen Hochschulen besteht zudem die Bedingung, dass der Bachelor einen Umfang von sieben Semestern bzw. 210 ECTS haben muss. Ist das bei dir nicht der Fall, können die fehlenden 30 ECTS aber auch noch mit Beginn des Masters nachgeholt werden.

Dauer und Verlauf

Studentin in einem Seminar.

Der Master in Informatik geht häufig vier Semester, bei manchen Hochschulen ist er aber auch schon nach drei Semestern abgeschlossen.

Praxisnahe Ausbildung

Die Studieninhalte, egal ob aus allgemeiner Informatik oder dem wirtschaftsinformatischen Bereich, werden im Master besonders praxisnah vermittelt. Kooperationen mit Unternehmen ermöglichen häufig die Mitarbeit an echten IT-Projekten und den Austausch mit Fachleuten. So nimmt die Projektarbeit immer einen Teil des Studiums ein.

Masterarbeit

Mit der Masterarbeit stellst du unter Beweis, dass du dich mit einem informationstechnischen Thema wissenschaftlich auseinandersetzen kannst. Mit dem Abschluss erwirbst du den akademischen Grad Master of Science (M.Sc.).

Studienformen

Ein Vollzeitstudium kommt für dich nicht in Frage? Es gibt noch weitere Studienoptionen: Wenn du schon berufstätig bist und nun noch einen Master machen willst, kannst du Informatik auch berufsbegleitend studieren, zum Beispiel als Abend- oder Teilzeitstudium oder noch flexibler als Fernstudium. Diese Variante ist auch für diejenigen interessant, die familiär gebunden sind.

Karriere nach dem Studium

Man arbeitet an einem Großrechner.Mit einem Informatik Studium stehen dir viele Optionen offen. Welchen Berufsweg du damit einschlägst, ist in erster Linie von persönlichen Interessen abhängig. Informatiker können in folgenden Feldern eine Anstellung finden:

  • Software Entwicklung
  • IT-Sicherheit
  • IT-Beratung für Unternehmen
  • Systemadministration
  • Forschung  

Hierbei handelt es sich nur um ein paar Beispiele. Außerdem ist die Art der Tätigkeit damit auch noch nicht festgelegt. So kannst du als Informatiker Software nach Kundenanforderungen entwickeln, Unternehmen bei Neuausrichtungen beraten, Hardware und Informationssysteme verwalten oder Projekte leiten. Da Informatiker in der Wirtschaft überall gebraucht werden, handelt es sich um ein sehr sicheres Berufsfeld mit Perspektive. Gerade große Betriebe brauchen fachkundiges Personal, das komplexe Prozesse steuern kann. Einen Studienschwerpunkt auf die Wirtschaftsinformatik zu legen, ist deshalb sehr sinnvoll. Mit Fachwissen aus der Wirtschaftsinformatik verstehst du nämlich nicht nur die reine IT-Seite, sondern kennst auch die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dieses Know-how ist für Informatiker besonders wertvoll und ein großer Pluspunkt im Lebenslauf.

Gehalt

Zwei geöffnete Hände mit goldenen Eiern.Unternehmen brauchen Informatiker, denn schließlich geht heute ohne Technik nichts. Das macht sich auch im Gehalt bemerkbar. Berufseinsteiger kommen nach Studienabschluss in der Regel auf ein Einstiegsgehalt zwischen 40.000 – 50.000 Euro und verdienen damit überdurchschnittlich gut. Abweichungen nach oben oder unten sind natürlich nicht ausgeschlossen.

Faktoren, die das Gehalt bestimmen

Die tatsächliche Höhe des Gehalts hängt gleich von mehreren Aspekten ab:

Die Art der Tätigkeit
Wer Software entwickelt und IT-Lösungen konzipiert oder Unternehmen berät, verdient in der Regel wesentlich mehr als jemand, der „nur“ bestehende Kommunikationssysteme verwaltet oder im Kundensupport arbeitet.

Die Größe des Unternehmens
Große Unternehmen bieten nicht nur mehr Aufstiegschancen, sie zahlen auch deutlich mehr. Start-ups, kleine IT-Unternehmen oder solche, die nur eine kleine IT-Abteilung haben, können meistens nicht so gut zahlen wie etablierte, große Unternehmen.

Mitarbeiterverantwortung
Wer ein Team, eine Abteilung oder einen Bereich leitet und damit auch Führungsaufgaben übernimmt, verdient natürlich mehr. Auch die Leitung eines Projekts zahlt sich aus, denn schließlich werden hier nicht nur informationstechnische Kompetenzen verlangt, sondern auch Fähigkeiten in Organisation, Kommunikation und Teambuilding.

Grad der Spezialisierung und Berufserfahrung
Fachwissen zahlt sich aus: Wenn du dich in bestimmten Bereichen der Informatik besonders gut auskennst, kannst du auch mehr Geld verlangen. Schließlich ist dein Wissen besonders wertvoll für das Unternehmen. Gleiches gilt für langjährige Erfahrung: Hast du schon ein paar Jahre in deinem Bereich gearbeitet, hast du ein breites Wissen rund um die Informatik und, je nachdem, was du in der Zeit schon alles gemacht hast, auch jede Menge Spezialwissen.

Du siehst, eine pauschale Antwort zu „Was verdient man als Informatiker?“ gibt es nicht. Zu viele Faktoren bestimmen die tatsächliche Höhe des Gehalts. Wenn du dennoch ein paar Beispiele mit nackten Zahlen haben willst, schau in unseren Beitrag Gehalt als Wirtschaftsinformatiker. Darin findest du konkrete Beispiele, die dir Orientierung geben.

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